5. Tag der Fachdidaktik

Heuer mit dem Schwerpunkt Leistung, Diagnose und Beurteilung

Der jährliche Tag der Fachdidaktik fand vergangenen Donnerstag, am 21. November 2019, statt und widmete sich der Frage, wie Leistung festgestellt und nach welchen Kriterien sie bewertet werden kann und soll.

Rektor Martin Polaschek begrüßte die zahlreich erschienenen Interessierten, die zum Auftakt die Keynote von Barbara Hinger vom Bereich Didaktik der Sprachen der Universität Innsbruck hörten. Die Expertin ging darin unter anderem auf das Thema der Bewertungskompetenz der Lehrpersonen ein, die seit der Einführung der neuen Reifeprüfung immer wieder Diskussionsgegenstand ist. Auch pädagogische Diagnostik als Lernunterstützung und Planungshilfe für den Unterricht war ein Teilaspekt des Vortrags.

Danach standen zwei Stunden an verschiedenen Workshops am Programm, die sich unter anderem der spielebasierten Lernplattform Kahoot!, der Leistungsbeurteilungsverordnung oder der Förderung der Diagnosekompetenz im naturwissenschaftlichen beziehungsweise technischen Bereich widmeten. Veranstaltet wurde der Tag der Fachdidaktik vom Praxisnetzwerk Fachdidaktik (PNF), dem Zentrum für PädagogInnenbildung an der Universität Graz und der Pädagogischen Hochschule Steiermark.

Die Veranstaltugsunterlagen stehen den TeilnehmerInnen im passwortgeschützten Bereich zur Verfügung.

Vernetzungstreffen zum Thema „PPS 2 und 3 in der Retrospektive, eine Vorschau auf PPS 4“

 Im Rahmen des Vernetzungsprojektes „PBNet – Kohärenz in der LEHRErInnenbildung“ fand am 27. Mai 2019 bereits zum fünften Mal ein Vernetzungs-Workshop des Projektes statt.

Im Fokus dieser Veranstaltung stand der Erfahrungsaustausch über die Notwendigkeit von sprachsensiblem Unterricht. Im Thementeil der Veranstaltung „Bildungssprache betrifft uns alle! Sprache als Medium des Lernens und Lehrens“ diskutierten die Vortragenden Dr. Carla Carnevale (ÖSZ), Dr. Georg Marschnig (KFUG) und Univ.-Prof. Dr. Claudia Haagen-Schützenhöfer (KFUG) in ihren Inputs die Rolle von Bildungssprache in der Wissensvermittlung. Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen im Plenum gestellt werden. Nach einer Pause folgte die Workshop-Phase. Dieser Teil des Nachmittages widmete sich ganz dem Austausch und der Vernetzung über die Fachbereiche hinaus. In Workshop-Gruppen diskutierten die Lehrenden der bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Begleitlehrveranstaltungen sowie jene Personen, die die PPS 2 und 3 betreuen über die eigenen Erfahrungen wie Bildungssprache in den Pädagogisch-Praktischen Studien und den dazugehörigen Begleitlehrveranstaltungen zum Einsatz kommt.

Als TeilnehmerInnen finden Sie hier den passwortgeschützten Zugang zu den Workshopunterlagen.

Uni macht Schule

Wie Wissenschaft im Klassenzimmer ankommt. Der 4. Tag der Fachdidkatik drehte sich um die Betreuung von schriftlichen Arbeiten in der Schule und in der Fachdidaktik

Wie bringe ich Wissenschaft gut in den Unterricht? Wie profitieren davon die SchülerInnen im Klassenzimmer? Fachdidaktik lautet dazu der dazugehörige Begriff. Und genau diesen hat die Universität Graz in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Unter anderem mit zusätzlichen Hochschulraumstrukturmitteln, die die Einrichtung zahlreicher Professuren für Fachdidaktik ermöglichten. Mit dem Viktor-Obendrauf-Preis, der fachdidaktische Abschlussarbeiten von Studierenden auszeichnet. Die PädagogInnenbildung Neu, die gemeinsame Lehramtsausbildung mit den Pädagogischen Hochschulen, hat den wissenschaftlichen Stellenwert des Fachs ebenso vorangetrieben. Und das alles wird regelmäßig beim Tag der Fachdidaktik ins Rampenlicht gestellt. Dieser fand am 29. November 2018 zum bereits vierten Mal statt. „Ein lebendiges und starkes Zeichen für die Fachdidaktik“, wie Martin Polaschek, Vizerektor für Studium und Lehre, bei der Begrüßung hervorhob.
Der inhaltliche Fokus lag heuer auf dem Aufbau und der Betreuung von Abschlussarbeiten sowie auf fachdidaktischen Forschungsmethoden und Qualitätsstandards. Damit befassten sich auch die beiden Impulsreferate von Sabine Schmölzer-Eibinger und Uwe Simon. „Was bedeutet es, wissenschaftlich zu schreiben und wie können Schule und Universität darauf vorbereiten?“, stellte Schmölzer-Eibinger, Leiterin des Fachdidaktikzentrums der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Simon gab Einblicke in Beispiele hervorragender Abschlussarbeiten – und was man von ihnen lernen kann.

Viktor-Obendrauf-Preise

Den feierlichen Abschluss der Veranstaltung bildete die Verleihung des Viktor-Obendrauf-Preises, der, so Vizerektor Polaschek, an einen „großartigen Fachdidaktiker“ erinnert und die besten fachdidaktischen Diplom-/Masterarbeiten und Dissertationen an der Universität Graz vor den Vorhang holen soll. Ausgezeichnet wurden heuer:

  • Mag. Thomas Lechner (Unterrichtsfach Psychologie-Philosophie): Das Paradigmenkonzept als strukturierendes Element der kompetenzorientierten Psychologiedidaktik, Betreuer: Dr. Franz Zeder.
  • Denise Diex, BSC (Wirtschaftspädagogik): Einsatz interkultureller Trainings an Handelsakademien – Potenziale und Umsetzung zur Förderung interkultureller Kompetenz, Betreuerin: Univ.-Prof Michaela Stocker
  • Mag. Eva Wenig (Unterrichtsfach Religion): Phantasie und religiöser Erkenntnisgewinn: Die Dimension der Imagination im Religionsunterricht und der Beitrag biblischer Phantasiereisen zur Förderung der Vorstellungskraft, Betreuer: DDr. Christian Feichtinger
  • Mag Christian Dorfer (Unterrichtsfach Bewegung und Sport): Bewegungsgeschichten als Mittel zur Entwicklung sozialer Kompetenz im Primärbereich. Ein Projekt in der Volksschule Ranten, Betreuerin: Ao.Univ.-Prof. Dr. Andrea Paletta
  • Mag. Philipp Baschinger (Unterrichtsfach Chemie): Wie erleben SchülerInnen unter Betrachtung ihrer Lern- und Leistungsmotivation sowie ihres LernerInnenselbstbildes kognitiven Konflikt, Betreuerin: Dr. Helga Voglhuber

Der Tag der Fachdidaktik wurde vom Praxis Netzwerk Fachdidaktik und dem Zentrum für PädagogInnenbildung der Universität Graz in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Steiermark veranstaltet.

Austausch, Abstimmung und Ideengenerierung – die BWG tritt in Dialog

BWG im Dialog – eine Initiative für Austausch und Vernetzung der LEHREnden: Im Rahmen des Vernetzungsprojektes „PBNet – Kohärenz in der LEHRErInnenbildung“ fand am 12. November 2018 erstmalig ein Vernetzungsnachmittag für Lehrende der Bildungswissenschaftlichen Grundlagen statt.

Die Veranstaltung wurde initiiert, um dem Wunsch nach verstärkter, institutionsübergreifender Vernetzung innerhalb der Disziplin nachzukommen und versteht sich als Auftakt, aus dem sich Folgeveranstaltungen ableiten werden.
Für den Keynote-Vortrag konnte Frau Prof. Dr. Dorit Bosse von der Universität Kassel gewonnen werden. Die Gastvortragende referierte über das Thema „Reflexive Kompetenzentwicklung im Lehramtsstudium zwischen Wissenschaftlichkeit und Berufsfeldbezug“. Der Schwerpunkt des Vortrages bildete wissenschaftsbasierte Lehre, dabei wurden die Themen Leistungsbeurteilung und Klassenführung behandelt sowie die Wichtigkeit der digitalen Kompetenz und Inklusion für die LehrerInnenbildung hervorgehoben. Die Vortragende betonte den Anstieg der alltäglichen Nutzung von digitalen Geräten und die damit einhergehenden Auswirkungen auf unser Verhalten sowie auf den Umgang mit SchülerInnen. Die Frage wie der Berufsfeldbezug in die akademische Lehre einfließen kann, beantwortet die Vortragende indem sie exemplarisch drei Herangehensweisen vorstellte:

  1. Problemorientiert – am Bespiel der Unterrichts- und Pausengestaltung für Autisten
  2. Fallorientiert – am Beispiel „Kaugummikauen im Unterricht“
  3. Projektorientiert – am Beispiel experimenteller Lernlabore

Neben der digitalen Kompetenz zukünftiger Lehrpersonen, wird die reflexive Kompetenzentwicklung als ebenso wichtige Fähigkeit genannt, um effektive Klassenführung umsetzen zu können, die in unmittelbarem Zusammenhang zur SchülerInnenleistung steht. Als Methodenpool für Lehrveranstaltungen führt die Vortragende die Arbeit mit Videoanalysen, Podcasts und ePortfolios an, um Lernfortschritte zeit- und raumunabhängig verfolgen zu können.

Im Anschluss an den Vortrag folgte eine spannende und angeregte Diskussion zwischen der Vortragenden und den TeilnehmerInnen der Veranstaltung. Die anschließende Workshop-Phase widmete sich ganz dem Austausch über die Chancen und Risiken der Vernetzung, potentielle interessante Themenbereichen für eine Vernetzung sowie deren Umsetzungsmöglichkeiten.

Als TeilnehmerInnen finden Sie den passwortgeschützten Zugang zu den Workshopunterlagen hier.

Vernetzungstreffen zum Thema „Einführung in die Pädagogische Forschung“.

Fortsetzung des Workshops „Einführung in die pädagogische Forschung, die PPS 1 und ihre bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Begleitlehrveranstaltungen“

Im Rahmen des Projektes „PBNet – Kohärenz in der LEHRErInnenbildung“ startete für
das aktuelle Studienjahr am 15. Oktober 2018 wieder die Workshopreihe zur Vernetzung der Lehrenden der bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Begleitlehrveranstal-tungen mit AkteurInnen der Pädagogisch-Praktischen Studien.

Das Schwerpunktthema „Einführung in die pädagogische Forschung, die PPS 1 und ihre bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Begleitlehrveranstaltungen“ gestaltete bereits zum zweiten Mal den Workshop, so stand der Erfahrungsaustausch im Fokus dieser Veranstaltung. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch den Vortrag „Studierende beschreiten die Theorie – Praxis – Brücke. Einführung in die pädagogische Forschung, Fachdidaktik und Pädagogisch-Praktische Studien“ gemeinsam konzipiert und präsentiert von Lehrenden aus den drei Fachbereichen. Frau Univ.-Prof. Dr. Claudia Haagen-Schützenhöfer (KFUG), Frau Prof. Dr. Gerda Kernbichler (PHSt), Frau HS-Prof. Dr. Daniela Moser (PHSt) und Frau HS-Prof. Dr. Erika Rottensteiner (PHSt) sprachen in ihren Inputs über den Theorie-Praxis-Transfer der Studierenden in den Pädagogisch-Praktischen Studien, der eine gute Gelegenheit bietet, um den Berufswunsch zu überprüfen und das erworbene Theoriewissen in ersten Praxiserfahrungen zu erproben. Die fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Begleitlehrveranstaltungen bereiten auf die Pädagogisch-Praktischen Studien vor, vermitteln praktische Methoden und begleiten durch die Praktika, indem den Studierenden verschiedene Zugänge zur Unterrichtsbeobachtung, -planung und -reflexion vermittelt werden.
Im zweiten Teil des Workshop-Nachmittags diskutierten Lehrende der bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Begleitlehrveranstaltungen sowie jene Personen, die die PPS 1 betreuen über ihre Erfahrungen in puncto Vernetzung von Theorie und Praxis  und tauschten sich über bewährte Strategien und Entwicklungspotentiale aus. Durch den Wissenstransfer und die Diskussion in den Workshop-Gruppen konnten viele Anregungen für die Gestaltung der eigenen Lehrveranstaltungen gewonnen werden.

Als TeilnehmerInnen finden Sie den passwortgeschützten Zugang zu den Workshopunterlagen hier.